Du Schweinhorn

„Beleidigung mit Beleidigung zu vergelten ist die Art des Pöbels.“ ( Friedrich II. der Große) 

 

 

Blog Familie

 

Meine Welt war in Ordnung. Das geliebte Kind Nummer eins entwickelte sich endlich prächtig, Kind Nummer zwei war auch wunderbar, alles war eine glückliche rosarote Wattewolke. “ Du Eierloch“ Wie bitte? Was kam aus des Kindes Mund? Ein Schimpfwort? Obwohl ich mir seit Jahren und der pädagogischen Ausbildung alles verkniffen hatte, was auch nur ansatzweise beleidigend war?

Nun soviel sei gesagt: Das Wörtchen “ Eierloch“ wäre heutzutage vermutlich in unserem Haushalt ein Kosewort, denn die Steigerungen im Schimpf- und Fäkalwortbereich sind leider unbegrenzt.

 

Was ist da los ? 

Fluchen gehört zu Kindern und vor allem zur Sprachentwicklung. Erst einmal wird jedes Wort ohne Hintergedanken ausgesprochen und auf Tauglichkeit getestet. Die Ermahnungen der Erwachsenen, mit der Intention, das Kind auf das Wertesystem seiner Zukunft zu trainieren, verhallen im Kindergehirn ungehört. Sprache muss erfahren werden und es gehört sehr viel Übung dazu, soziale Normen verinnerlichen zu können.

Unsere Sprache ist machtvoll und Kinder wollen Reaktionen testen. Wie schön ist es dann, wenn tatsächlich Reaktionen erfolgen und Mama und Papa erschrocken die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Das wiederum macht Spaß und das Kind erlebt sich als Gestalter der Emotionen. Außerdem ist es zu Beginn des kleinen Lebens auch sehr effektiv, zum verbalen Angriff zu blasen. Sinnvolles Argumentieren will gelernt sein und wie oft erlebt man nicht andere Erwachsene, bei denen man sich ebenfalls wünschen würde, sie hätten mehr trainiert?

 

Was ist zu tun?

Es gibt ein paar Grundregeln, die das Zusammenleben mit kleinen Fluchkünstlern vereinfachen:

  1. Vorbild sein: Der Ton macht die Musik. Bin ich selbst ständig auf 180 und teile gern mal aus, muss ich mich nicht wundern, wenn mein Mini-me in meine Fußstapfen tritt
  2. Wie alt bist du eigentlich?: Bis zu einem Alter von drei Jahren sind sich Kinder noch nicht über irgendeine böse Absicht im Klaren, ab drei kann man versuchen zu erklären was Gut und Böse bedeutet
  3. Wie gehts dir eigentlich?: Wenn Frustration und Ärger überlaufen, kann man manchmal nicht klar denken und es rutscht das ein oder andere Wort heraus. Versuchen Sie zu ergründen, was das Kind umtreibt
  4. Wie bitte?: Weiß das Kind was es da eigentlich sagt? Zusammen ergründen, welche Bedeutung die Worte haben, hilft
  5. Versuchs mal mit..: Alternativen. Phantasieworte, lustige Aufgaben wenn etwas gesagt wird, was besser ungesagt geblieben wäre, all das nimmt die Luft aus brenzligen Situationen
  6. So nicht: Erklären Sie dem Kind, wo Grenzen sind und warum gewisse Dinge einfach sehr verletzen

Zusammenfassend kann man sagen, dass Gelassenheit einen Heimvorteil bringt. Sobald die Provokationen keine mehr sind, ist der Spass auch schnell vorbei und die Harmonie kann zurückkehren.

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