Schnuller: Freund oder Feind?

“ Hör auf den Sturm zu beruhigen und beruhige dich. Er wird vorüberziehen “ ( Sprichwort) 

 

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Kind Nummer 1: Schnuller, Kind Nummer 2: Daumen, Kind Nummer 3 Schnuller, Kind Nummer 4 : Nix, Kind Nummer 5 : Schnuller, Kind Nummer 6: Schnuller.

Soweit die hauseigene Statistik. Der Schnuller ist ein leidiges Thema. Soll man, soll man nicht? Bekommt das Kind ein Gebiss wie der Grüffelo oder kann es sein Saugbedürfnis nicht befriedigen und wird der Grinch?

Aus eigener Erfahrung sei gesagt: Kinder suchen sich ihren Weg. Manche schnullern um ihr Leben und wenn´s nichts gibt dann halt die Finger, das Kuscheltier, diverse Gegenstände, Mamas Arm… Wir Erwachsene haben Dinge und Eigenschaften, die uns helfen „runterzukommen“ und unsere Kinder natürlich auch. Wie schlimm wäre es für mich, wenn jemand um die Ecke käme und sagen würde:“ Ab heute wirst du nie mehr baden! Gib den Stöpsel ab, die Wanne ist für dich tabu!!“

 

Was ist da los? 

 

Babys haben ein angeborenes Saugbedürfnis und dies ist eine gesicherte Datenlage. Nicht umsonst gibt es die mütterliche Brust. Für Früchten kann der Schnuller therapeutische Wirkung haben, wenn keine 24/7 Känguruh-Zeit gegeben ist. Man weiß, dass der Schnuller  eine protektive Wirkung gegen SIDS ermöglicht, wenn der Schnuller beim Einschlafen zum Tragen kommt. Soweit zu den positiven Effekten. Übrigens heißt der Schnuller auf Englisch nicht umsonst Pacifier ( Beruhiger)

Oft wird eine sogenannte Saugverwirrung erwähnt, wenn gestillte Kinder den Schnuller bekommen und dann nicht mehr so effektiv an der Brust saugen. Das Risiko einer Mittelohrentzündung ist erhöht, da durchs schnullern der Mundschluß nicht vollständig gegeben ist. Kieferstellung und Sprachentwicklung können unter Umständen darunter leiden. Soweit zu den negativen Effekten.

Dies sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse.

 

Was ist zu tun? 

Natürlich soll man den Schnuller nicht gleich als erste Beruhigungsmaßnahme für ein unruhiges Baby anwenden, denn für alle Babys gilt: Zuwendung und Körperkontakt sind die Nummer eins.

Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings mitteilen, dass weder der Kiefer, noch die Sprache gelitten haben. Viel mehr haben wir darunter gelitten, dass die Umgebung immer mit hilfreichen Tipps um die Ecke kam. “ Du bist doch zu alt für den Nucki“, “ Also sie wird ein absolut krummes Gebiss bekommen“ … „Spätestens beim ersten Geburtstag ist das Ding aber weg..“ .Man erreicht nichts mit Zwang und wenn Kinder schnullern wollen dann sollen sie das tun.Eines meiner Kinder hat am 4. Geburtstag feierlich entschieden, dass er nun gehen darf. Von selber und ohne Druck von uns.

Ich garantiere, dass spätestens beim ersten Freund keine Rede mehr davon sein wird. Der Daumen war etwas heikler, denn der ist nun einmal angewachsen aber auch hier gilt: Mit Erreichen der Volljährigkeit ist der Spuk vorbei 😉

Eltern und Kinder sind immer der Beobachtung von außen ausgesetzt, und oftmals in Sorge, was denn nun fürs Kind die richtige Entscheidung ist.

Wir sprechen sehr gerne über diese Thema in meiner Praxis, denn das Allerwichtigste bei diesem Thema ist das Verständnis für das Kind und seine Bedürfnisse.

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